Die Richtlinie 2014/41/EU wurde am 3. April 2014 angenommen und in allen EU-Mitgliedstaaten außer Irland und Dänemark umgesetzt. Bei der Europäischen Ermittlungsanordnung (EEA) handelt es sich um eine gerichtliche Entscheidung, die von einer Justizbehörde eines Mitgliedstaats erlassen oder bestätigt wurde, um Ermittlungsmaßnahmen in einem anderen Mitgliedstaat zur Beweiserhebung durchzuführen. Sie ist zweifellos das revolutionärste Instrument der internationalen Zusammenarbeit. Nach nicht einmal einem Jahrzehnt ist die EEA mittlerweile zum führenden Instrument für die grenzüberschreitende Beweiserhebung geworden.

Es wäre jedoch nicht realistisch anzunehmen, dass ein Instrument von solcher Tragweite ganz ohne Mängel ist. Die Identifizierung solcher Mängel war der Schwerpunkt des Projekts EIO-LAPD. Das bestehende Problem, auf das ich in diesem kurzen Beitrag eingehen werde, ergibt sich im Zusammenhang mit dem Grund der Nichtanerkennung „ne bis in idem“.